Sehenswürdigkeiten Kornelimünster (Umgebung)

 

seminarhof

  

  • historischer Ortskern von Kornelimünster mit Fachwerkbauten an der Inde.
  • ehemalige Reichsabtei in Kornelimünster von 1721, Sitz der nordrhein-westfälischen Landeseinrichtung Kunst aus NRW, öffentliche Ausstellung von Förderankäufen nordrhein-westfälischer Künstler. Öffnungszeiten siehe Weblinks.
  • Abteigarten Kornelimünster
  • Propsteikirche Kornelimünster (ursprünglich von 814-817 n. Chr.)
  • Varnenum - Gallorömische Ausgrabungsstätte bei Kornelimünster (Richtung Breinig) mit Resten einer römischen Tempelanlage.
  • ehemalige Steinbrüche und Kalköfen u.a. bei Walheim und Hahn (beschilderter Kalkofenweg mit Erklärungstafeln).
  • Freizeitgelände im ehem. Steinbruch in Walheim mit großem Spielplatz, Minigolf, Grillplatz usw. (seit Sommer 2005 auch über den Vennbahnradweg zu erreichen).

 

 


fassade-historie

814 gründete Benedikt von Aniane (750–821) mit Kaiser Ludwig dem Frommen, Nachfolger Karls des Großen, als Berater das Kloster Kornelimünster an dem Flüsschen Inde. Das Kloster war zunächst als Erlöserkloster an der Inde – kurz Inda – bekannt.

Mitte des 9. Jahrhunderts wurde das Kloster reichsunmittelbar und erhielt großen Landbesitz und die so genannten biblischen oder Salwator-Heiligtümer: Schürztuch, Schweißtuch und Grabtuch des Herrn.

875 wurde die Hälfte des Grabtuches gegen eine Kopfreliquie des Märtyrerpapstes Kornelius († 253) eingetauscht. Hiernach wurde das Kloster nach ihr Sancti Cornelii ad Indam, später Kornelimünster, genannt. Heute ist der offizielle Titel Abtei der Heiligen Abt Benedikt von Aniane und Papst Kornelius.

1500 wurde die Reichsfürstabtei Kornelimünster Teil des Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreises.

1802 fiel das Kornelimünsterer Gebiet an Frankreich und die Abtei wurde durch die Säkularisation aufgelöst. Kornelimünster wurde eine Mairie im Kanton Burtscheid.

1815 fiel Kornelimünster an Preußen und wurde als Bürgermeisterei Teil des Landkreises Aachen im Regierungsbezirk Aachen.

1906 kamen Benediktiner erneut nach Kornelimünster und gründeten die Abtei neu. Die Abteikirche ist heute Pfarrkirche des Ortes, die alten Abteigebäude sind im Besitz des Landes Nordrhein-Westfalen.

1971 plädierte Kornelimünster zusammen mit Breinig, Mulartshütte, Roetgen, Venwegen und Walheim für die Bildung einer Gemeinde Münsterland. Doch das Kornelimünsterer Gebiet wird ab 1972 aus siedlungsgeografischen Erwägungen wie folgt aufgeteilt: Kornelimünster/Walheim wird Stadtbezirk von Aachen, Breinig und Venwegen gehen an Stolberg, und aus Mulartshütte, Rott und Roetgen wird die Restgemeinde Roetgen gebildet – mit 8.000 Einwohnern die deutlich kleinste Kommune im neuen Kreis Aachen.

 

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